Qosay Sadam Khalaf

Der Mensch hinter der Geschichte

Qosay Sadam Khalaf war 19 Jahre alt und Jeside aus dem Irak. Seine Familie setzt sich für Aufklärung ein.

Geschichte & Dokumentation

Delmenhorst · festgenommen 05.03.2021, gestorben 06.03.2021 · 19 Jahre

Er rief, keine Luft zu bekommen, und bat um Wasser. Die Hilfe wurde verweigert – laut einem Zeugen, gegen die Version von Polizei und Sanitäter:innen.

Grundlage: Death-in-Custody-Datenbank, buten un binnen, Flüchtlingsrat Niedersachsen. ungeprüfter Entwurf.

Aufruf zur Kundgebung für Qosay Sadam Khalaf mit seinem Foto

Auf einen Blick

Name
Qosay Sadam Khalaf
Herkunft
Jeside aus dem Irak
Ort
Delmenhorst, Niedersachsen
Datum
05.03.2021 Festnahme, 06.03.2021 Tod
Festnahme
Flucht vor Drogenkontrolle; Festnahme mit Pfefferspray und Schlägen
Gewahrsam
Zusammenbruch; Verlegung ins Krankenhaus; Tod am Folgetag
Zweitgutachten
Familie ließ am UKE obduzieren: „sauerstoffmangelbedingtes Herzkreislaufversagen“, dazu Zeichen intensiver stumpfer Gewalteinwirkung
Verfahren
Ermittlungen gegen Polizist:innen (Mai 2021) und Sanitäter:innen (Juni 2021) eingestellt; Familie legte Widerspruch ein und strebt Klageerzwingung an

Stand der Dokumentation: 21. Oktober 2026 · Entwurf in redaktioneller Prüfung · Datengrundlage: Recherche-Datenbank „Death in Custody“ (doku.deathincustody.info) und verlinkte Primärquellen. Keine eigene Prüfung der Akten.

Was geschah

Qosays Tod fiel in eine Region, in der Jugendliche berichteten, dass Festgenommene in Gewahrsam geschlagen werden; die Vermutung der Familie, Misshandlung sei todesursächlich, wurde nie unabhängig überprüft.

Der Einsatz zeigt das Muster: Erste Obduktion schließt Fremdverschulden aus – die unabhängige beschreibt genau die Gewaltspuren, die den Tod erklären könnten.

Quellen

Quellen und Literatur

buten un binnen: www.butenunbinnen.de

Flüchtlingsrat Niedersachsen: www.nds-fluerat.org

Death in Custody – Eintrag: doku.deathincustody.info

Grenzen der Dokumentation und Unschuldsvermutung

Diese Seite ist ein Entwurf in redaktioneller Prüfung. Die Angaben stammen aus der Sekundär-Quelle Death in Custody bzw. verlinkter Presse; sie wurden nicht gegen Primärakten geprüft. Für beschuldigte, nicht verurteilte Personen gilt die Unschuldsvermutung. Wo eine Person anonym bleibt (Todesfälle ohne öffentliche Namensnennung), wird die Privatsphäre respektiert. Diese Dokumentation ersetzt keine Rechtsberatung.