Dominique Kouamadiou
Der Mensch hinter der Geschichte
Dominique Kouamadiou war 23 Jahre alt und stammte aus der Republik Kongo. Als Kind war er nach Deutschland gekommen.
Geschichte & Dokumentation
Ein als Kind allein geflüchteter Kongolese bedrohte einen Kiosk mit einem Brotmesser. Zwei Schüsse – Bein und Herz – beendeten sein Leben; Notwehr, nach elf Jahren in Deutschland.
Grundlage: Death-in-Custody-Datenbank, ARI-DOK, Broschüre IMI (2020) und Rosa-Luxemburg-Stiftung. ungeprüfter Entwurf.
Porträtfoto: wird nach Freigabe durch die Familie ergänzt (Bildnachweis: Justice4all.eu).
Auf einen Blick
- Name
- Dominique Kouamadiou
- Herkunft
- Republik Kongo; als unbegleiteter Minderjähriger eingereist, zehn Jahre im Heim
- Ort
- Dortmund, Stadtteil Eving, kiosk an der Bayrischen Straße
- Datum
- 14.04.2006, gegen 16:10 Uhr
- Einsatz
- Kioskbesitzer rief die Polizei wegen Bedrohung mit Art Brotmesser; Streifenwagen besetzt mit zwei Beamten und einer Beamtin; nach Zeuginnen/Widerspruch griff Kouamadiou das Auto an; der Fahrer stieg aus
- Schüsse
- Zwei Schüsse aus ca. drei Metern Distanz: erstes in Bein, zweites in den Brustbereich – glatter Herzdurchschuss
- Verfahren
- Ermittlungen gegen den 45-jährigen Schützen am 21.06.2006 eingestellt (Selbstverteidigung); Beschwerde der Schwester als unbegründet verworfen; Demonstrationen unter der Losung „Wenn ihr das nicht aufklärt, war es Mord!“
Stand der Dokumentation: 21. Oktober 2026 · Entwurf in redaktioneller Prüfung · Datengrundlage: Recherche-Datenbank „Death in Custody“ (doku.deathincustody.info) und verlinkte Primärquellen. Keine eigene Prüfung der Akten.
Was geschah
Die Tat dominierte die Dortmunder Debatte um Rassismus in Polizei-Justiz, weil die Staatsanwaltschaft schon am Tag nach dem Schuss Notwehr kommunizierte, während Zeugenaussagen auseinander gingen – ein Muster, das sich bei späteren Dortmunder Einsätzen wiederholte.
Quellen
Quellen und Literatur
ARI-DOK: www.ari-dok.org
Rosa-Luxemburg-Stiftung – Dokumentation: www.rosalux.de
IMI-Broschüre S.66: www.imi-online.de
Death in Custody – Eintrag: doku.deathincustody.info
Grenzen der Dokumentation und Unschuldsvermutung
Diese Seite ist ein Entwurf in redaktioneller Prüfung. Die Angaben stammen aus der Sekundär-Quelle Death in Custody bzw. verlinkter Presse; sie wurden nicht gegen Primärakten geprüft. Für beschuldigte, nicht verurteilte Personen gilt die Unschuldsvermutung. Wo eine Person anonym bleibt (Todesfälle ohne öffentliche Namensnennung), wird die Privatsphäre respektiert. Diese Dokumentation ersetzt keine Rechtsberatung.