Ferhat Mayouf
Der Mensch hinter der Geschichte
Ferhat Mayouf war 36 Jahre alt. Persönliche Erinnerungen an sein Leben, seine Interessen und sein Umfeld sind hier bisher noch nicht dokumentiert.
Geschichte & Dokumentation
Er schrie minutenlang um Hilfe und klopfte gegen die Zellentür. Vier Beamte warteten auf die Feuerwehr. Als sie die Tür öffnete, war Ferhat Mayouf tot.
Grundlage: Death-in-Custody-Datenbank, taz, ARI-DOK. ungeprüfter Entwurf.

Auf einen Blick
- Name
- Ferhat Mayouf
- Ort
- Berlin, JVA Moabit
- Datum
- 23.07.2020
- Vorabend
- Zuvor Streit mit Wärter:innen; laut Darstellung danach von ihnen geschlagen und im „Bunker“ (besicherter Haftraum) isoliert
- Psychische Lage
- Drei Tage zuvor bat er beim Haftprüfungstermin um ärztliche Hilfe wegen starker Depressionen – ohne Reaktion
- Tatnacht
- Zellenbrand; nach Zeug:innenaussage vier Beamte im Gang, die die Tür nicht öffneten, bis die Feuerwehr eintraf – nach über zwanzig Minuten
- Verfahren
- Strafanzeige des Bruders gegen die vier Beamten ergebnislos eingestellt
Stand der Dokumentation: 21. Oktober 2026 · Entwurf in redaktioneller Prüfung · Datengrundlage: Recherche-Datenbank „Death in Custody“ (doku.deathincustody.info) und verlinkte Primärquellen. Keine eigene Prüfung der Akten.
Was geschah
Das Geschehen wiederholt die Struktur von Oury Jalloh (2005, ebenfalls Moabit): brennende/r Insasse, helfende Hände bleiben aus. Die Debatte um die Feuermelder-Löschkette und das „Bunker“-Regime erreichte 2020 den Berliner Senat.
Paula erinnert in ihrem Feedback an Ferhat Mayouf als „JVA Moabit verbrannt“ – das ist diese Geschichte von 2020.
Quellen
Quellen und Literatur
taz: taz.de
criminalsforfreedom: criminalsforfreedom.noblogs.org
ARI-DOK: www.ari-dok.org
Death in Custody – Eintrag: doku.deathincustody.info
Grenzen der Dokumentation und Unschuldsvermutung
Diese Seite ist ein Entwurf in redaktioneller Prüfung. Die Angaben stammen aus der Sekundär-Quelle Death in Custody bzw. verlinkter Presse; sie wurden nicht gegen Primärakten geprüft. Für beschuldigte, nicht verurteilte Personen gilt die Unschuldsvermutung. Wo eine Person anonym bleibt (Todesfälle ohne öffentliche Namensnennung), wird die Privatsphäre respektiert. Diese Dokumentation ersetzt keine Rechtsberatung.